Donnerstag, 8. Januar 2026

BBA besuchte die Akademie der Künste

Dr. Carsten Wurm vor einer Collage von Franz Fühmann
unten: Stapel des Archiv Klaus Staeck, von Mitarbeitern „Roter Igel“ getauft, vor dem Eingang der Ausstellung, im der auch Dokumente zur Kinder- und Jugendgalerie Sonnensegel in Brandenburg an der Havel und seine Zusammenarbeit mit Armin Schubert zu finden sind.
Nebenan wartete eine Schar junger Mädchen auf Tokyo-Hotel, der Berliner Bibliophilen Abend traf sich jedoch in der Akademie der Künste zu einer Führung durch Dr. Carsten Wurm durch die Ausstellung zu 75 Jahren Archiv der AdK „out of the box“.
Vor dem Eingang der „rote Igel“, dann ging es für die teilnehmenden zehn Mitglieder und Gäste des BBA durch eine Lichtinstallation zu den 75 Exponaten, beginnend mit der Vorgeschichte des Archivs aus der Preußischen Akademie begleitete Dr. Carsten Wurm eine Führung durch das bibliophile Archiv, darunter u.a. die Urfassung der DDR-Nationalhymne von Johannes R, Becher, einer Collage von Franz Fühmann, Bertolt Brechts „Manuskriptschränkchen“, Briefe von Anna Seghers an ihren Verlobten und eine Sammlung von Ausgaben „Das siebte Kreuz“, sowie Walter Benjamins „Was ist Aura?“.
v.l.n.r.: Manfred Funke, Thomas Döring, Dr. Carsten Wurm, Ulrich Goerdten, Dr. Fritz und Irmtraud Jüttner
rechts: Ralf Parkner, Fotos © ad
Dr. Carsten Wurm (lks.) und Abel Doering, Foto © Ralf Parkner

Ausstellungs- und Katalogrezension in Kürze in den Marginalien

Donnerstag, 4. Dezember 2025

Berliner Bibliophiler Adventsabend

Bernd Friedrich, Abel Doering, Maria Bogdanovich, Dr. Fouquet-Plümacher, Foto: Ulrich Goerdten
Heute kam der Berliner Bibliophilen Abend traditionell bei Susanne Rothe und seinem Mitglied Ulrich Goerdten zur Adventsveranstaltung zusammen, um sich über die beglückendsten Momente im Sammlerleben 2025 auszutauschen.
Abel Doering, Maria Bogdanovich, Dr. Fouquet-Plümacher, Foto: Ulrich Goerdten
Bernd Illigner und Bernd Friedrich
Das waren z.B. für Jürgen Wilke die Zeitschrift „Der Mensch“ mit Original-Holzschnitten von Conrad Felixmüller, „Rilke zeichnet“ aus der Anderen Bibliothek und ein bemerkenswerter Flohmarktfund für Ulrich Goerdten, bei Abel Doering die Rohbögen eines nicht komplett erschienenen Pressendrucks von Brechts „Tao-te-king“, für Wilhelm Lehberger die Kassette „Typoeten“ der Officina Ludi oder seltene „Raubdrucke“ aus dem 18. Jahrhundert, die Fritz Jüttner in seine Sammlung einreihen konnte.
Manfred Funke, Fritz Jüttner, Irmtraud Jüttner, Detlef Porth
vorn: Bernd Illigner, stehend: Ulrich Goerdten
Zur letzten Veranstaltung des BBA wurde die Jahresgabe 2025 ausgereicht.
Bernd Friedrich, Maria Bogdanovich, Dr. Fouquet-Plümacher, Günter Reichl, Wilhelm Lehberger, Jürgen Wilke
Allen Teilnehmern des gestrigen Berliner Bibliophilen (Advends)abend konnten darüber hinaus von Bernd Friedrich als Gastgeschenk diese Neujahrswünsche empfangen, die Wünsche in 6Pkt. im Handsatz, gedruckt mit Lettern vom Ende des 19. Jahrhunderts aus seinem Bestand, unten links mit Blindstempel.

Samstag, 29. November 2025

Eröffnung der Jahresendausstellung »Paare« in der Galerie Gesellschaft

Eröffnung der Jahresendausstellung »Paare« bei einem Glas Glühwein und Gesprächen in der Galerie Gesellschaft, Auguststraße 83, 10117 Berlin
Wiebke Conrad, Marguerite Blume-Cárdenas, Andreas Wessel
Arno Mohr: „Hausmusik“ (Altes Paar), 1990, Kaltnadel

Freitag, 21. November 2025

artbook.berlin 2025

Der Berliner Bibliophilen Abend konnte auf der artbook.berlin, die vom 21. - 24. November im Bethanien stattfand nicht nur Jahres- und andere Gaben präsentieren, er stellte auch das „Geisterbuch“ von Bernd Friedrich vor und die Jahresgabe für 2025 an seine Mitglieder, den 4. Brandenburger Bilderbogen.
Und wir konnten Marina Fritzsche als neues Mitglied begrüßen.
Stand des Berliner Bibliophilen Abend
Hanif Lehmann, Schöpfer der Radierung „Walter Benjamin“, Jahresgabe 2024
Brigitte Neustäbler, sie gestaltete ein Blatt zum 120. Gründungsjubiläum des BBA
Hanfried Wendland, Künstler der Jahresgabe 2023 „Wolfgang Borchert, Nachts schlafen die Ratten.“
Bernd Friedrich stellte sein „Geisterbuch“ vor, hier im Gespräch mit Hanif Lehmann
Maria Bogdanovich
Sarah Käsmayr
Abel Doering im Gespräch mit Marc Berger, Drucker eines Blattes zum 120. Gründungsjubiläum
Ninon Suckow (lks.) im Gespräch mit Gubigs 
Marina Fritzsche, auf der artbook rückwirkend dem BBA beigetreten
Matthias Friedrich Muecke, Verleger der Jahresgabe 2021 „Niemandsland“
Günter Reichel mit der Jahresgabe 2025
Till Schröder (lks.) am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft

Donnerstag, 20. November 2025

Bienenstock und Bücherkarren

Carsten Wurm stellte heute Freunden der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend unter dem Titel „Bienenstock und Bücherkarren“ seine umfangreiche Sammlung von Hauszeitschriften von Verlagen der DDR vor und gab einen Einblick in seine eigenen Studien zu diesem bislang von der Forschung wenig beachteten Gebiet.
einzeln im Bild: Dr. Carsten Wurm, Fotos © ad

Donnerstag, 6. November 2025

ENTWERTER/ODER und das sogenannte „Zeitschriftenunwesen“

Ausstellungseröffnung im Willy-Brandt-Haus, eine Ver5anstaltung des Freundeskreises Willy-Brandt-Hauses.
Uwe Warnke, Hrsg. ENTWERTER/ODER und Kurator der Ausstellung
Dr. Jens Ziegler
Uwe Warnke und Klaus Staeck, Fotos © Abel Doering

Donnerstag, 23. Oktober 2025

Die Bibliothek des Kammergerichtes

Heute fand die Veranstaltung der Berliner Gruppe der Pirckheimer-Gesellschaft "Die schönen Unbekannten – Bibliotheken die nicht jeder kennt. Die Bibliothek des Kammergerichtes" statt, an der auch Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abends teilnahmen.
Katja Dühlmeyer, Leiterin der Bibliothek, führte uns durch das prächtige Gerichtsgebäude und die Bibliothek des Kammergerichts. Wir besichtigten die neuen Bestände sowie die historischen Sammlungen der Bibliothek.
(Maria Bogdanovich)

Donnerstag, 16. Oktober 2025

Die Bachsammlung der Staatsbibliothek

In kleinster Runde traf sich der Berliner Bibliophilen Abend mit der Maximilian-Gesellschaft zu einem Vortrag von Frau Dr. Martina Rebmann, Leiterin der Musikabteilung der Staats­bibliothek zu Berlin zu einem Abend zur Vorstellung der „Bachsammlung der Staatsbibliothek – Carl Philipp Emanuel Bach und die Bach-Quellen in Berlin“.
Die Staatsbibliothek zu Berlin verwahrt heute den größten Bestand an musikalischen Quellen von der Hand Johann Sebastian Bachs. Nach dem Tod des Komponisten 1750 wurde sein musikalischer Nachlass hauptsächlich unter den komponierenden Söhnen verteilt. Carl Philipp Emanuel Bach erbte dabei so wichtige Werke wie das Partiturmanuskript der h-Moll-Messe. 
Der Vortrag befasste sich damit, wie C. P. E. Bach mit seinem Erbe umging – und warum er der Grund ist, dass die Quellen nach Berlin kamen. Und ein paar der Quellen wurden selbstverständlich auch gezeigt.

Maria Bogdanovich | Dr. Martina Rebmann

Donnerstag, 9. Oktober 2025

„Nachrichten aus der Verlagswelt“

Der Berliner Bibliophilen Abend traf sich im Antiquariat Carl Wegner zu einer Plauderei mit Ulrich Goerdten über neue Entwicklungen im Publikationswesen mit jüngsten Beispielen aus seiner eigenen Produktion. So publizierte er in Buchform oder auch ausschließlich „elektronisch“ im Refubium der FU Berlin Julius Stinde 24 unbekannte Aufsätze zum Spiritismus von 1874 bis 1902 oder „Das Universalkochbuch des 18. Jahrhunderts und sonstigen trophologisch relevanten Abhandlungen“ aus dem „Zedler“.
Ulrich Goerdten stellte nicht nur seine Gedanken zu aktuellen Tendenzen der Publikationstätigkeit vor, er las auch kurze Passagen aus seinem Schaffen, so eine Episode aus „Teuchern 1940 - 1950, Erinnerungen“ an seine Kindheit.
Fast erschreckend aktuell geworden sind auch die, ursprünglich in satirische Überhöhung vor gut zwanzig Jahren geschriebenen „Nachrichten aus der Verlagswelt“ mit dem Titel „Verbesserte Schreibprogramme“, die Ulrich Goerdten zum Besten gab, ein Auszug aus seiner Erzählung „Im Netz“ aus dem Buch "Bargfeld. Texte", erschienen im Bücherhaus Bargfeld des Antiquars Hermann Wiedenroth.
Natürlich verlas der Autor der „Lürischen Ybungen“ auch eine Gedicht aus einem noch in Planung befindlichen 3. Band, der wieder bei Marc Berger erscheinen wird.
Im Anschluss zeigte der Gastgeber Mathias Proksch, Mitglied des BBA, noch ein besonderes Stück aus seinem Antiquariat, die „Hochzeitsschürze“, 1990 entstanden im Berliner Tacheles als Symbol der Deutschen Einheit aus zusammen gehefteten Buchrücken.

Montag, 29. September 2025

Inkunabeln-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin

Dr. Falk Eisermann, Referatsleiter Inkunabeln/Wiegendrucke, stellte gestern in einer Veranstaltung der Berlin-Brandenburger Pirckheimer dem Freundeskreis Miniaturbuch Berlin und dem Berliner Bibliophilen Abend Neuerwerbungen des Jahres 2024/25 der Inkunabeln-Sammlung vor.
Libri impr. c. n. mss. oct. 611 Horaz: Epistolae. Leipzig: Martin Landsberg, [um 1497] (GW 13512).
4° Inc 4774b Vergil: Opera. Paris: Thielmann Kerver für Jean Petit und Johann von Koblenz. Bd. 1 [1500] und 3 [15. März 1501] (GW M49979). 
4° Inc 4137a Jacobus Philippus de Bergamo: Supplementum chronicarum. Venedig: Bemardinus Rizus. 15. Februar 1491/92 (GW 14130). 

Donnerstag, 25. September 2025

BFS EDITION BERLIN – der kleinste und unbekannteste Verlag der Welt

Bernd Friedrich mit dem ersten Buch der BFS-Edition „SCHUTZZONE, Harzreise Mai ´89“, Original-Lithographien, Berlin 1992
Die BFS EDITION BERLIN – der „kleinste und unbekannteste Verlag der Welt“ des Grafikers, Buchkünstlers und Malers Bernd Friedrich lud zur Präsentation der Künstlerbücher ein, die er in den letzten gut 20 Jahren im Verlag und bereits seit einem Jahrzehnt zuvor kreierte und selbst in Kleinstauflagen, mitunter als Unikate, druckte und gab einen kleinen Einblick in die Werkstatträume mit der Möglichkeit, sich selbst an einer Presse zu versuchen. Dieser Abend wurde nicht nur von Mitgliedern des BBA, sondern auch der Pirckheimer-Gesellschaft und dem Freundeskreis Miniaturbuch Berlin besucht.
Bernd Friedrich, BFS-Edition Berlin (lks.) und Ulrich Goerdten
ein selbstgedrucktes Blatt zur Erinnerung
der Abend begann, begleitet mit passenden Klängen von der Single, mit seinem ersten Buchobjekt „I Am the Walrus“
Heike Haedicke entfaltet ein Faltbuch „Für meinen Sohn Johannes“, im Hintergrund Ninon Suckow und Dr. Carsten Wurm
v.l.n.r.: Ulrich Goerdten, Manfred Funke, Wilhelm Lehberger
Text und Ill., sowie Gestaltung, Satz, Druck und Bindung: BFS

ein Leporello zum Gedenken an den Bombenanschlag in der Bücherstrasse Al-Mutanabbi-Street vom 7. März 2007, ein Künstlerbuch, das weltweit in Ausstellungen gezeigt wurde