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Mittwoch, 29. Juli 2026

Heinz Knobloch - Mit Feuilletons gegen Geschichtsvergessenheit

Bei endlich sommerlichen Temperaturen von annähernd 30° zog es Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend und Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin in die zwar dunklen, aber kühlen Räume des Stabi-Kulturwerks zu einem inhaltsschweren Vortrag von Helmut Mehnert vom Freundeskreis Heinz Knobloch zu einer kleinen Ausstellung aus Anlass seines 100. Geburtstages in drei Vitrinen über diesen Schriftsteller und Journalisten. 
rechts: Helmut Mehnert, Freundeskreis Heinz Knobloch
Bildmitte Gwendolyn Mertz-Jork, Geschäftsführerin der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin
Heinz Knobloch (3.3.1926 – 24.7.2003), geboren in Dresden, fand als Journalist und Schriftsteller in Berlin den Mittelpunkt seines Schaffens und Wirkens.
Im Mitgliederverzeichnis von 1981 der Pirckheimer-Gesellschaft, in der er bis 1985 Mitglied war, wird er als Sammler von Feuilleton, Berlin, Zeitungen, Judaica und (sic!) Friedhöfe ausgewiesen.
Übrigens, wer Zugriff auf die Zeitschrift „Marginalien“, 65. Heft (1977) hat, dem sei die „Perleberger Würfel-Rede“ von Heinz Knobloch ans Herz gelegt, die dieser anlässlich eines Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft hielt.

Samstag, 6. Juni 2026

„Hauptmann ist Schuld“

Die Pirckheimer-Gesellschaft und der Berliner Bibliophilen Abend luden zu einer Veranstaltung des Kulturhistorischen Vereins Friedrichshagen zum Gerhart Hauptmann-Tag aus Anlass seines 80. Todestages ein.
Stefan Rohlfs, Direktor des Hauptmann-Museums in Erkner in der Ausstellung
„Hauptmann ist schuld!“ – so heißt die Ausstellung, die im Antiquariat Brandel eröffnet wird. Im Zentrum der Veranstaltung standen die gegenseitigen Beziehungen zwischen Gerhart Hauptmann und dem Friedrichshagener Dichterkreis. Programmpunkte waren eine Lesung mit Gabriele Streichhahn sowie ein Vortrag von Lars-Broder zu Wilhelm Spohrs Versuch, ab 1946 ein Dichterkreis-Museum zu initiieren.

Donnerstag, 21. Mai 2026

Atelierbesuch bei corn.elius

Platzbedingt konnte corn.elius nur 12 Berliner Bibliophile in seinem Atelier empfangen, um über die Geschichte seiner Werkstatt und seines Verlags, sowie seines Werdegangs als Künstler und die Technik des Siebdrucks zu berichten.
Den Siebdrucks perfektionierte corn.elius, ursprünglich Plakatmaler in Pforzheim, in seiner dortigen Werkstatt in einem Wasserturm, wo nach zwei Wasserschäden auch der einprägsame Name „wasser im turm“ entstand, später war sein Atelier im Berliner Bethanien, dem Ort der von ihm gemeinsam mit Hanneke van der Hoeven veranstalteten artbook.berlin beheimatet und hat nun wieder in einem ein Wasserturm in Kreuzberg seinen Sitz, zugleich ein Verlag, in dem er eigene und Künstlerbücher mit Anderen verlegt. einer Werkstatt mit Kindern und einer „Galerie“, genauer einem Schaukasten mit einer wöchentlich wechselnden Grafik.





Und corn.elius präsentierte den Teilnehmern seine Arbeit als Künstler und Drucker und, obwohl einigen diese Technik keineswegs fremd war, lernten die Teilnehmer des Abend doch Neues zur Entwicklung vor Allem hinsichtlich der Farben, die heutzutage zur Verfügung stehen, aber auch zur experimentellen Umsetzung dieser Drucktechnik.
corn.elios, Fotos © ad
Als besonderes Erinnerungsstück nahmen die Anwesenden einen Probedruck aus einem im Entstehen begriffenen Buch zu Berliner Sehenswürdigkeiten mit, eine in einer 12er Auflage andersfarbig als in der entgölzigen Variante gedruckte Silhouette des Pergamon-Museums, noch ohne geplante Einfärbung von Wasser und Himmel und natürlich signiert.

22. Mai 2026: Bernd Friedrich Schulz hat gesagt…
Seine Kreativität im Umgang Alltagsgegenständen, mit Müll sogar, ist absolut bewunderungswürdig, ist wohl einzigartig - aus meiner Sicht. Nicht minder z. B. sein Vogel-Projekt!

Montag, 23. März 2026

Verschwundene Verlage

Die Staatsbibliothek zu Berlin bot interessierten Zuhörern, darunter auch Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend, in einer restlos ausgebuchten Buchvorstellung ein Podiumsgespräch mit Christoph Links zu dessen Titel "Verschwundene Verlage. Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte (1945 – 1990)“.
Dr. Christoph Links, Fotos © ad
Vorgestellt wurden durch Christoph Links, eingeleitet durch Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek, und moderiert von Jana Fröbel, Leitende Lektorin des Ch. Links Verlag, beispielhaft 10 der insgesamt 150 in der SBZ und der DDR bis 1972 verschwundenen privat geführten Verlage, darunter der Chery-Modeverlag, der Karl Baedeker Reisebuch-Verlag, die Büchergilde Gutenberg, der Petermänken-Verlag oder der Ossietzky Verlag, wobei der der Autor interessante, teils tragische, teils skurrile Anekdoten und Hintergrundinformationen zum besten gab. Objektiv und ohne dabei die Erfolge der Verlagsarbeit in der DDR klein zu reden, bot Christoph Links einen Einblick in die Kulturpolitik der SED, ihre ideologisch determinierten desaströsen wie positiven Aspekte, was sicher auch bestehenden Vorurteile ausräumt.
Der Klarinettist Jan Hermerschmidt begleitet den Abend mit Schlagermelodien des verschwundenen Musikverlages Kurt Grabau.

Christoph Links: Verschwundene Verlage
Ch. Links Verlag 2026
ISBN 978-3-96289-241-8
35,00 €

Montag, 16. März 2026

Michael Knoche: Revolution im Leseland

Gemeinsam mit Freunden der Staatsbibliothek zu Berlin e.V. wohnten Mitglieder der BBA der Buchvorstellung und Diskussion bei: „Michael Knoche: Revolution im Leseland. Wissenschaftliche Bibliotheken der DDR nach der Wende“ - Podiumsgespräch mit dem Autor und Jens Bisky, Journalist und Autor, sowie Carola Pohlmann, ehem. Leiterin der Kinder – und Jugendbuchabteilung, Moderation: Achim Bonte, Generaldirektor.

Donnerstag, 12. März 2026

Schnurrpfeifenkarussell

Bernd Hesse und Jörg Petzel stellten heute in der Staatsbibliozhek zu Berlin dem Berliner Bibliophilen Abend und Gästen bei einem Gläschen Wein ihr Buch „Schnurrpfeifenkarussell. E.T.A. Hoffmann. Eine Biographie in Gedichten, illustriert von Stephan Klenner-Stephan Klenner-Otto“ (Edition Noack & Block, 2025) vor.
Unter den Gästen des Abends war auch der Berliner Graphiker und E.T.A. Hoffmann-Illustrator Steffen Faust.
Foto: Steffen Faust





Freitag, 6. März 2026

Abschied von Freunden

Vernissage der Gedenkausstellung für miley (Michael Ley), Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend, in der Galerie Wolf & Galentz.

Marina Fritsche und Ninon Suckow, die jetzige und die vormalige
Vorsitzende der Berliner Regionalgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft

Dr. Irmtraud Jüttner


rechts: Archi Galentz 


Laudatio: Peter Kurz (lks.), Udo Würtenberger (rechts vorn)

Donnerstag, 26. Februar 2026

Inventing E.T.A. Hoffmann

v.l.n.r.: Steffen Faust, Jörg Petzel, Dr. Dr. Bernd Hesse, Prof. Dr. Bettina Wagner
Freunde und Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend und der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft wohnten Gestern der Vernissage im Stabi Kulturwerk „Inventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)“ bei und konnten einen ersten Blick in die Ausstellung zu werfen.
Unter den gezeigten Exponaten findet sich übrigens auch eine Widmungspublikation des Berliner Bibliophilen Abend.
Dr. Christina Schmitz, Prof. Dr. Bettina Wagner, Anna Rozenfeld, Jörg Holzmann, Dennis Schäfer
Nach Begrüßung durch Dr. Christina Schmitz, Staatsbibliothek zu Berlin und einer Einführung durch die Vorsitzende der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, Prof. Dr. Bettina Wagner von der Staatsbibliothek Bamberg rezitierte Anna Rozenfeld „Knacknisl un moyznkayser E.T.A. Hoffmann auf jiddisch“ (Nussknacker und Mäusekönig), musikalisch umrahmt  von Jörg Holzmann auf einer 1823 gebauten Gitarre. Der Kurator der Ausstellung Dennis Schäfer, selbst ein ausgewiesener Bibliophile, sprach anschließen zu „Curating E.T.A. Hoffmann: Grillen eines Bibliophilen“.
Abel Doering, Foto: Bernd Hesse
Bernd Hesse und Jörg Petzel vor einer Abb. von Stephan Klenner-Otto (Foto bearb.)
Michael Bensman, Ralf Parkner
Fotos © ad

Dienstag, 24. Februar 2026

Jahresempfang der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin

Heute beim Jahresempfang der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin bei einem erhellenden Vortrag von Ronen Steinke (Süddeutsche) über „Jüdisches in der deutschen Sprache“, ein Vortrag, den ich übrigens gern veröffentlicht sehen würde, danach bei Gesprächen über DAS BUCH bei Häppchen und einem und einem zweiten und vielleicht dritten Glas Wein oder Orangensaft oder Bier ...
Ein schöner Abend!
oben: Klaus Bartel, Abel Doering, Detlef und Marina Fritsche, Ninon Suckow
Klaus Bartel und Wolfgang Kaiser | Bernd Illigner (Bildmitte)

Donnerstag, 19. Februar 2026

Das „Mosaik“ als Sammelobjekt

Bibliophile der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend schwelgten heute in Erinnerungen aus Kindheit und Jugend. Nach seinem bibliophilen Whiskey-Vortrag und einem Abend über Alexandre Dumas sprach Robert Grieger heute in der Staatsbibliothek zu Berlin zu seiner dritten Sammelleidenschaft, dem Mosaik von Hane4s Hegen mit den Digedags und Abrafaxen.
Es zeigte sich wieder einmal, dass sich wahre bibliophile Sammlerleidenschaft, natürlich neben einer gewissen Besessenheit für das bedruckte Papier, vor allem durch das tiefe Verständnis für Hintergründe, die Einzigartigkeit und Besonderheiten des Sammelobjekts auszeichnet.

Freitag, 21. November 2025

artbook.berlin 2025

Der Berliner Bibliophilen Abend konnte auf der artbook.berlin, die vom 21. - 24. November im Bethanien stattfand nicht nur Jahres- und andere Gaben präsentieren, er stellte auch das „Geisterbuch“ von Bernd Friedrich vor und die Jahresgabe für 2025 an seine Mitglieder, den 4. Brandenburger Bilderbogen.
Und wir konnten Marina Fritzsche als neues Mitglied begrüßen.
Stand des Berliner Bibliophilen Abend
Hanif Lehmann, Schöpfer der Radierung „Walter Benjamin“, Jahresgabe 2024
Brigitte Neustäbler, sie gestaltete ein Blatt zum 120. Gründungsjubiläum des BBA
Hanfried Wendland, Künstler der Jahresgabe 2023 „Wolfgang Borchert, Nachts schlafen die Ratten.“
Bernd Friedrich stellte sein „Geisterbuch“ vor, hier im Gespräch mit Hanif Lehmann
Maria Bogdanovich
Sarah Käsmayr
Abel Doering im Gespräch mit Marc Berger, Drucker eines Blattes zum 120. Gründungsjubiläum
Ninon Suckow (lks.) im Gespräch mit Gubigs 
Marina Fritzsche, auf der artbook rückwirkend dem BBA beigetreten
Matthias Friedrich Muecke, Verleger der Jahresgabe 2021 „Niemandsland“
Günter Reichel mit der Jahresgabe 2025
Till Schröder (lks.) am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft