Donnerstag, 21. Mai 2026

Atelierbesuch bei corn.elius

Platzbedingt konnte corn.elius nur 12 Berliner Bibliophile in seinem Atelier empfangen, um über die Geschichte seiner Werkstatt und seines Verlags, sowie seines Werdegangs als Künstler und die Technik des Siebdrucks zu berichten.
Den Siebdrucks perfektionierte corn.elius, ursprünglich Plakatmaler in Pforzheim, in seiner dortigen Werkstatt in einem Wasserturm, wo nach zwei Wasserschäden auch der einprägsame Name „wasser im turm“ entstand, später war sein Atelier im Berliner Bethanien, dem Ort der von ihm gemeinsam mit Hanneke van der Hoeven veranstalteten artbook.berlin beheimatet und hat nun wieder in einem ein Wasserturm in Kreuzberg seinen Sitz, zugleich ein Verlag, in dem er eigene und Künstlerbücher mit Anderen verlegt. einer Werkstatt mit Kindern und einer „Galerie“, genauer einem Schaukasten mit einer wöchentlich wechselnden Grafik.





Und corn.elius präsentierte den Teilnehmern seine Arbeit als Künstler und Drucker und, obwohl einigen diese Technik keineswegs fremd war, lernten die Teilnehmer des Abend doch Neues zur Entwicklung vor Allem hinsichtlich der Farben, die heutzutage zur Verfügung stehen, aber auch zur experimentellen Umsetzung dieser Drucktechnik.
corn.elios, Fotos © ad
Als besonderes Erinnerungsstück nahmen die Anwesenden einen Probedruck aus einem im Entstehen begriffenen Buch zu Berliner Sehenswürdigkeiten mit, eine in einer 12er Auflage andersfarbig als in der entgölzigen Variante gedruckte Silhouette des Pergamon-Museums, noch ohne geplante Einfärbung von Wasser und Himmel und natürlich signiert.

22. Mai 2026: Bernd Friedrich Schulz hat gesagt…
Seine Kreativität im Umgang Alltagsgegenständen, mit Müll sogar, ist absolut bewunderungswürdig, ist wohl einzigartig - aus meiner Sicht. Nicht minder z. B. sein Vogel-Projekt!

Donnerstag, 23. April 2026

zur Geschichte des Bilddrucks

Der Berlin-Brandenburger Pirckheimer-Regionalgruppe und dem Berliner Bibliophilen Abend präsentierte Bernd Friedrich am 23. April in der Staatsbibliothek zu Berlin einen "Kurzen Abriss zur Geschichte des Bilddrucks", ein Thema, das er vor 20 Jahren schon einmal vor dem BBA behandelte.
Als Künstler, Drucker und Kunsterzieher sammelte Bernd Friedrich zahlreiche Objekte des manuellen Bildrucks, mit denen er dessen Entwicklung seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte nicht nur anschaulich darstellen, sondern auch seine kunstgeschichtlichen Thesen begründen konnte, die einen bislang wenig beachtete Sichtweise auf die Geschichte des Bilddrucks ermöglichten, wie z.B. die Bedeutung von Farbigkeit in frühen Abbildungen, das Entstehen und der Wandel von Techniken der Illustration oder die Ablösung des Handwerkers als Illustrator durch den Künstler (siehe Abbildungen der Weltchronik).
Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten darüber hinaus auch aus berufenem Munde Näheres zu Kupferstich, Radierung, Stahlstich und Co. erfahren und wie man Echtheit der Blätter erkennt, was für den ungeübten Laien sicher nicht einfach ist.

Freitag, 10. April 2026

40 Jahre Atelier Tiemmeyer

Unser Mitglied Ria Tiemeyer öffnet im Rahmen der 12. Europäischen Tage des Kunsthandwerks und aus Anlass ihres 40. Firmenjubiläums am 10. und 11, April von 11 bis 19 Uhr ihre Türen.
rechts: Ria Tiemeyer

Montag, 23. März 2026

Verschwundene Verlage

Die Staatsbibliothek zu Berlin bot interessierten Zuhörern, darunter auch Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend, in einer restlos ausgebuchten Buchvorstellung ein Podiumsgespräch mit Christoph Links zu dessen Titel "Verschwundene Verlage. Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte (1945 – 1990)“.
Dr. Christoph Links, Fotos © ad
Vorgestellt wurden durch Christoph Links, eingeleitet durch Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek, und moderiert von Jana Fröbel, Leitende Lektorin des Ch. Links Verlag, beispielhaft 10 der insgesamt 150 in der SBZ und der DDR bis 1972 verschwundenen privat geführten Verlage, darunter der Chery-Modeverlag, der Karl Baedeker Reisebuch-Verlag, die Büchergilde Gutenberg, der Petermänken-Verlag oder der Ossietzky Verlag, wobei der der Autor interessante, teils tragische, teils skurrile Anekdoten und Hintergrundinformationen zum besten gab. Objektiv und ohne dabei die Erfolge der Verlagsarbeit in der DDR klein zu reden, bot Christoph Links einen Einblick in die Kulturpolitik der SED, ihre ideologisch determinierten desaströsen wie positiven Aspekte, was sicher auch bestehenden Vorurteile ausräumt.
Der Klarinettist Jan Hermerschmidt begleitet den Abend mit Schlagermelodien des verschwundenen Musikverlages Kurt Grabau.

Christoph Links: Verschwundene Verlage
Ch. Links Verlag 2026
ISBN 978-3-96289-241-8
35,00 €

Donnerstag, 19. März 2026

Jürgen Wilke auf der Leipziger Antiquariatsmesse

Der Drucker von Conrad Felixmüller, Hans-Jürgen Wilke, berichtete auf der 32. Antiquariatsmesse in Leipzig über seine Zusammenarbeit mit dem Künstler in den 1970er Jahren und darüber, wie das heutige Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend seinerzeit dadurch zum Sammeln angeregt wurde.
Ursula Saile-Haedicke vom Versandantiquariat Tills Bücherwege in Braunschweig war dabei und fotografierte.
Jürgen Wilke bei seinem Vortrag, Fotos © Ursula Saile-Haedicke

Montag, 16. März 2026

Michael Knoche: Revolution im Leseland

Gemeinsam mit Freunden der Staatsbibliothek zu Berlin e.V. wohnten Mitglieder der BBA der Buchvorstellung und Diskussion bei: „Michael Knoche: Revolution im Leseland. Wissenschaftliche Bibliotheken der DDR nach der Wende“ - Podiumsgespräch mit dem Autor und Jens Bisky, Journalist und Autor, sowie Carola Pohlmann, ehem. Leiterin der Kinder – und Jugendbuchabteilung, Moderation: Achim Bonte, Generaldirektor.

Sonntag, 15. März 2026

Tag der Druckkunst

Zum Tag der Druckkunst zog es wie andere Freunde der Schwarzen Kunst auch Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend unter anderem in den Brandenburger Druckladen Gutenberg der Kinder und Jugend- Kunst- Galerie "Sonnensegel" zur öffentlichen Druckvorführung.
Sven Märkisch mit dem frisch aus der Presse kommenden 5. Brandenburger Bilderbogen
Sven Märkisch druckte des 5. Brandenburger Bilderbogen, der, diesmal unter dem Motto „voyage voyage“, wie immer in einer einmaligen Auflage von 100 Exemplaren gedruckt, zweifarbige Linolschnitte in Postkartengröße von 16 Künstlern vereint.
in der Ausstellung „Roter Faden“, Foto: Nora Doering
Während der Druckvorführung öffnete Matthias Frohl die Türen der „Sonnensegel“-Galerie am Gotthardtkirchplatz, so dass auch die Möglichkeit bestand, kostenfrei die laufende Ausstellung „Roter Faden“ mit Malerei und Graphik der Dresdener Künstlerin Angela Hampel zu besuchen, die nur noch bis zum 23. März zu sehen sein wird.

Kinder und Jugend- Kunst- Galerie "Sonnensegel"
Gotthardtkirchplatz 4, 14770 Brandenburg an der Havel

Donnerstag, 12. März 2026

Schnurrpfeifenkarussell

Bernd Hesse und Jörg Petzel stellten heute in der Staatsbibliozhek zu Berlin dem Berliner Bibliophilen Abend und Gästen bei einem Gläschen Wein ihr Buch „Schnurrpfeifenkarussell. E.T.A. Hoffmann. Eine Biographie in Gedichten, illustriert von Stephan Klenner-Stephan Klenner-Otto“ (Edition Noack & Block, 2025) vor.
Unter den Gästen des Abends war auch der Berliner Graphiker und E.T.A. Hoffmann-Illustrator Steffen Faust.
Foto: Steffen Faust





Freitag, 6. März 2026

Abschied von Freunden

Vernissage der Gedenkausstellung für miley (Michael Ley), Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend, in der Galerie Wolf & Galentz.

Marina Fritsche und Ninon Suckow, die jetzige und die vormalige
Vorsitzende der Berliner Regionalgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft

Dr. Irmtraud Jüttner


rechts: Archi Galentz 


Laudatio: Peter Kurz (lks.), Udo Würtenberger (rechts vorn)

Donnerstag, 26. Februar 2026

Inventing E.T.A. Hoffmann

v.l.n.r.: Steffen Faust, Jörg Petzel, Dr. Dr. Bernd Hesse, Prof. Dr. Bettina Wagner
Freunde und Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend und der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft wohnten Gestern der Vernissage im Stabi KulturwerkInventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)“ bei und konnten einen ersten Blick in die Ausstellung zu werfen.
Unter den gezeigten Exponaten findet sich übrigens auch eine Widmungspublikation des Berliner Bibliophilen Abend.
Dr. Christina Schmitz, Prof. Dr. Bettina Wagner, Anna Rozenfeld, Jörg Holzmann, Dennis Schäfer
Nach Begrüßung durch Dr. Christina Schmitz, Staatsbibliothek zu Berlin und einer Einführung durch die Vorsitzende der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, Prof. Dr. Bettina Wagner von der Staatsbibliothek Bamberg rezitierte Anna RozenfeldKnacknisl un moyznkayser E.T.A. Hoffmann auf jiddisch“ (Nussknacker und Mäusekönig), musikalisch umrahmt  von Jörg Holzmann auf einer 1823 gebauten Gitarre. Der Kurator der Ausstellung Dennis Schäfer, selbst ein ausgewiesener Bibliophile, sprach anschließen zu „Curating E.T.A. Hoffmann: Grillen eines Bibliophilen“.
Abel Doering, Foto: Bernd Hesse
Bernd Hesse und Jörg Petzel vor einer Abb. von Stephan Klenner-Otto (Foto bearb.)
Michael Bensman, Ralf Parkner
Fotos © ad

Dienstag, 24. Februar 2026

Jahresempfang der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin

Heute beim Jahresempfang der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin bei einem erhellenden Vortrag von Ronen Steinke (Süddeutsche) über „Jüdisches in der deutschen Sprache“, ein Vortrag, den ich übrigens gern veröffentlicht sehen würde, danach bei Gesprächen über DAS BUCH bei Häppchen und einem und einem zweiten und vielleicht dritten Glas Wein oder Orangensaft oder Bier ...
Ein schöner Abend!
oben: Klaus Bartel, Abel Doering, Detlef und Marina Fritsche, Ninon Suckow
Klaus Bartel und Wolfgang Kaiser | Bernd Illigner (Bildmitte)

Donnerstag, 19. Februar 2026

Das „Mosaik“ als Sammelobjekt

Bibliophile der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend schwelgten heute in Erinnerungen aus Kindheit und Jugend. Nach seinem bibliophilen Whiskey-Vortrag und einem Abend über Alexandre Dumas sprach Robert Grieger heute in der Staatsbibliothek zu Berlin zu seiner dritten Sammelleidenschaft, dem Mosaik von Hane4s Hegen mit den Digedags und Abrafaxen.
Es zeigte sich wieder einmal, dass sich wahre bibliophile Sammlerleidenschaft, natürlich neben einer gewissen Besessenheit für das bedruckte Papier, vor allem durch das tiefe Verständnis für Hintergründe, die Einzigartigkeit und Besonderheiten des Sammelobjekts auszeichnet.