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Donnerstag, 25. Juni 2026

Libation am Grab von E.TA. Hoffman

Anlässlich des 204. Todestages von E.T.A. Hoffmann traf sich die gleichnamige Gesellschaft und Freunde des Berliner Bibliophilen Abend zur traditionellen Feier an seinem Grab auf dem Berliner Jerusalemskirchenfriedhof.

Donnerstag, 26. Februar 2026

Inventing E.T.A. Hoffmann

v.l.n.r.: Steffen Faust, Jörg Petzel, Dr. Dr. Bernd Hesse, Prof. Dr. Bettina Wagner
Freunde und Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend und der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft wohnten Gestern der Vernissage im Stabi Kulturwerk „Inventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)“ bei und konnten einen ersten Blick in die Ausstellung zu werfen.
Unter den gezeigten Exponaten findet sich übrigens auch eine Widmungspublikation des Berliner Bibliophilen Abend.
Dr. Christina Schmitz, Prof. Dr. Bettina Wagner, Anna Rozenfeld, Jörg Holzmann, Dennis Schäfer
Nach Begrüßung durch Dr. Christina Schmitz, Staatsbibliothek zu Berlin und einer Einführung durch die Vorsitzende der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, Prof. Dr. Bettina Wagner von der Staatsbibliothek Bamberg rezitierte Anna Rozenfeld „Knacknisl un moyznkayser E.T.A. Hoffmann auf jiddisch“ (Nussknacker und Mäusekönig), musikalisch umrahmt  von Jörg Holzmann auf einer 1823 gebauten Gitarre. Der Kurator der Ausstellung Dennis Schäfer, selbst ein ausgewiesener Bibliophile, sprach anschließen zu „Curating E.T.A. Hoffmann: Grillen eines Bibliophilen“.
Abel Doering, Foto: Bernd Hesse
Bernd Hesse und Jörg Petzel vor einer Abb. von Stephan Klenner-Otto (Foto bearb.)
Michael Bensman, Ralf Parkner
Fotos © ad

Donnerstag, 8. Januar 2026

BBA besuchte die Akademie der Künste


Dr. Carsten Wurm vor einer Collage von Franz Fühmann
unten: Stapel des Archiv Klaus Staeck, von Mitarbeitern „Roter Igel“ getauft, vor dem Eingang der Ausstellung, im der auch Dokumente zur Kinder- und Jugendgalerie Sonnensegel in Brandenburg an der Havel und seine Zusammenarbeit mit Armin Schubert zu finden sind.
Nebenan wartete eine Schar junger Mädchen auf Tokyo-Hotel, der Berliner Bibliophilen Abend traf sich jedoch in der Akademie der Künste zu einer Führung durch Dr. Carsten Wurm durch die Ausstellung zu 75 Jahren Archiv der AdK „out of the box“.
Vor dem Eingang der „rote Igel“, dann ging es für die teilnehmenden zehn Mitglieder und Gäste des BBA durch eine Lichtinstallation zu den 75 Exponaten, beginnend mit der Vorgeschichte des Archivs aus der Preußischen Akademie begleitete Dr. Carsten Wurm eine Führung durch das bibliophile Archiv, darunter u.a. die Urfassung der DDR-Nationalhymne von Johannes R, Becher, einer Collage von Franz Fühmann, Bertolt Brechts „Manuskriptschränkchen“, Briefe von Anna Seghers an ihren Verlobten und eine Sammlung von Ausgaben „Das siebte Kreuz“, sowie Walter Benjamins „Was ist Aura?“.
v.l.n.r.: Manfred Funke, Thomas Döring, Dr. Carsten Wurm, Ulrich Goerdten, Dr. Fritz und Irmtraud Jüttner
rechts: Ralf Parkner, Fotos © ad
Dr. Carsten Wurm (lks.) und Abel Doering, Foto © Ralf Parkner

Montag, 18. August 2025

E.T.A. Hoffmann im Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin

Die Staatsbibliothek zu Berlin lud ein zu einer Präsentation von Highlights zu E.T. A. Hoffmann aus ihrem Bestand, darunter z.B. ein Brief von Hoffmann an Adalbert von Chamisso mit dem Inhalt:
sitzend: Steffen Faust (lks,) und Jörg Petzel
Recht herzlich bitte ich Sie, teuerster Freund! Morge4n, den 24. Jaqn: d(es) J(ahres) mit einem frugalen Abendbrot bei mir vorlieb zu nehmen. Fouqué, Hitzig, Neumann vielleicht auch Devrient sind bei mir; es ist mein Geburtstag! -
Jede andere Einladung, die Sie für Morgen erhalten haben könnten wird Kraft dieses für ungültig erklärt.
Vale faveque
Hoffmann
d. 23. Jan 19
Ralf Parkner (lks.) und Dennis Schäfer (stehend)
Ursula Jäcker
, Leiterin des Archivs, und Dennis Schäfer präsentierten die Stücke, unterstützt von Jörg Petzel, Vizepräsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, durch dessen Hände viele der vorgestellten Pre­ziosen der Staatsbibliothek gingen, sowie von Steffen Faust, einem der gegenwärtigen Illustratoren des Autors.
Exlibris H.D.E. Holzhausen von Xago


Die Sammlung der Staatsbibliothek wurde in den letzten Jahren durch die Eingliederung der Sammlung Hans-Dieter Holzhausen († 2013), dem langjährigen Vorsitzenden der Berliner Gruppe der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, und Michael Duske (Serapion vom See, † 2024) ergänzt.

Ralf Parkner und Steffen Faust, Fotos © Abel Doering

Dienstag, 1. Juli 2025

Sarah Käsmayr zu Gast

Eine Veranstaltung des Berliner Bibliophilen Abend brachte den Teilnehmern, darunter zahlreichen Gästen, in der vollbesetzten Buchhandlung Metis in Prenzlauer Berg, moderiert von Till Schröder, den MaroVerlag und vor allem dessen "MaroHefte" näher.
Sarah Käsmayr, Verlegerin des MaroVerlags und Till Schröder
Und: der Abend brachte nicht nur dem Verlag und dessen, in der Tradition der dort begründeten "Tollen Hefte" stehenden Reihe mit graphisch hervorragend begleiteten Essays Aufmerksamkeit, sondern auch dieser Bibliophilen-Vereinigung neue Mitglieder.
Blick auf die Hörer, bevor noch ein paar Stühle geholt werden mussten 
Abel Doering, Till Schröder, Wilhelm Lehberger (Foto: Ralf Parkner)
Till Schröder, Robert Grieger (Foto: Ralf Parkner)
Dr. Jens Ziegler (Foto: Ralf Parkner)

Luise Schaller, illustrierte MaroHeft #17


Gabriela Jolowicz, illustrierte MaroHeft #7

Fotos, sofern nicht anders gekennzeichnet, Abel Doering

Artikel aus den Marginalien (#256, S. 93ff), Klick auf die Abb.

Dienstag, 18. März 2025

eine Titelvignette von E.T.A. Hoffmann

Jörg Petzel, Foto © Ralf Parkner
Der Berliner Bibliophilen Abend traf sich im Antiquariat Carl Wegner von Matthias Proksch zu einem Vortrag von Jörg Petzel über “Eine Titelvignette von E.T.A. Hoffmann der Erstauflage der “Fantasiestücke in Callot’s Manier” (1814 bei Kunz in Bamberg)”.
Neben dem Referenten waren auch zwei Mitglieder der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft zu diesem Vortrag Gast des BBA. Der anspruchsvolle Vortrag, eine Kurzfassung eines Beitrages, den der Autor gemeinsam mit Dr. Dr. Bernd Hesse für das E.T.A. Hoffmann-Jahrbuch 2024 (Erich Schmidt Verlag) verfasst hatte, war äußerst komplex, was zum Wunsch führte, ihn allen Mitgliedern des BBA nochmals in gedruckter Form zur Verfügung zu stellen.
angeregte Gespräche nach dem Vortrag ließen den Abend ausklingen, Foto © ad
Mathias Proksch, Foto © Ralf Parkner
Ulrich Goerdten, Foto © Ralf Parkner
Manfred Funke, Foto © Ralf Parkner
Abel Doering, Foto © Ralf Parkner
Jürgen Wilke, Foto © Ralf Parkner
Dr. Irmtraud Jüttner, Foto © Ralf Parkner
Dr. Fritz Jüttner, Foto © Ralf Parkner
Norbert Kron, Foto © Ralf Parkner

Samstag, 20. August 2011

Kleist: Krise und Experiment

Eine Doppelausstellung in Berlin und Frankfurt(O) zum 200. Todestag

Der Dichter Heinrich von Kleist - in Frankfurt(O) geboren, am kleinen Wannsee zu Tode gekommen - bot sich für den Berliner Bibliophilen Abend als Thema seiner jährlichen Sommerexkursion aus Anlass des 200. Todestages geradezu an.
So trafen sich am 13.8 2011 20 Mitglieder mit ihren Gästen in Berlin am Ephraim - Palais, um sich zu Heinrich von Kleist führen zu lassen. Der Dichter wird hier über drei Etagen präsentiert, soll mit unserer Zeit in Verbindung gebracht werden, interessant, einiges experimentell und verfremdet, was soll man noch Neues bringen nach 200 Jahren, seine Welt in unserer Welt und Zeit, die eine ganz andere als seine ist. Kleist, der Dramatiker und Erzähler soll als Mensch in all seinen Facetten dargestellt werden: als Kind, früh schon Soldat, als Bruder und Verlobter, Kranker und Melancholiker, Bittsteller und Verzweifelter, natürlich als der Dichter und schließlich als Selbstmörder im Alter von 34 Jahren. Die Gründe hierzu geheimnisvoll, fehlende Anerkennung, zunehmende Vereinsamung, sein Verhältnis zur kranken Henriette Vogel, die mit ihm starb, gescheiterte Rückkehr in die Armee, Missstimmung gegenüber seiner Schwester, Erschütterung über das alles, was sein weiteres Leben unerträglich machen würde. Oder doch keine Verzweiflungstat, „sondern ein heroisches Opfer zur Sicherung seiner Ehre, ...", wie die Ausstellungsmacher es interpretieren wollen.
Eine Woche darauf ging es dann auf in die Kleiststadt Frankfurt an der Oder. Vom Bahnhof dann zum Kleist-Museum nahe der Oder, vorbei am Kleistdenkmal und einer erhaltenen Grabstelle der Familie Kleist, am Ort seines Geburtshauses findet der Besucher eine Gedenktafel, gegenüber an der Kirche ein Kleistdenkmal von Wieland Förster. Im Museum begegnete man Heinrich von Kleist in der Vorstellung bildender Künstler, darunter wahrscheinlich die einzig existierende authentische Abbildung von ihm, dazu einige Plastiken. Kleist häufig auf Reisen vor allem in deutschen Landen, aber auch nach Paris und Norditalien, die seine geliebte Schwester Ulrike ihm mitfinanziert. Konflikte mit sich selbst lassen ihn 1798 seinen Abschied von den Soldaten nehmen, es war ihm zweifelhaft gewesen, ob er als Mensch oder als Offizier handeln müsse, schreibt er in einem Brief. Er wird Student an der Universität Frankfurt (O), was ihn zur Philosophie kommen lässt, zu einem bestimmten Beruf konnte er sich nicht entschließen, er hatte niemals eine Wohnung oder ein Haus.
Im Anschluss an die Ausstellung stellte Herr Petzel Heinrich von Kleist noch mit zwei Essays von Robert Walser und Thomas Mann vor, ein Dichter voller Widersprüche, belehrend gegenüber anderen in seiner Forderung nach strenger Sittlichkeit, gesellig, aber auch wieder abweisend, sich lieber schriftlich als mündlich ausdrückend. Einen kleinen Eindruck seiner Erzählkunst bekamen wir durch die Geschichte „Das Bettelweib von Locarno" gelesen von Herrn Petzel. Nach einer Einkehr in eine Gaststätte direkt an der Oder gelegen, traf man sich in der Marienkirche, um die herrlich bunten Fenster am Ostflügel der museal umgestalteten Kirche anzusehen. Rückkehr nach Berlin am frühen Abend, Dank an den Vorsitzenden für die Organisation eines reibungslosen Ablaufs dieser beiden Veranstaltungen.

(Christian Klinkenstein)

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© Abel Doering